Sonntag, 29. Juli 2012

So klingt das Wochenende: YOUNG REBEL SET

Liebe Kerstin,

ich bin ein bisschen wehmütig. Hatte gestern eine Verabredung und wieder hat mein Herz schon nach kurzer Zeit sachte den Kopf geschüttelt. Dabei würde ich sie eigentlich gern endlich ausziehen, die „running shoes“…  Von denen kann der Sänger von Young Rebel Set auch ein Lied singen: „Red Bricks“ – schrecklich schön und schrecklich sentimental machend. Weil man denkt, wie kann man den Kerl, der einem DIESES Lied singt, denn eigentlich NICHT lieben? Schwer vorstellbar. Na, gesungen haben meine Verabredungen immerhin noch nie für mich. Ein wenig traurig bin ich beim Weiterlaufen aber trotzdem jedes Mal…

Nachdenklich,
Emmi

YOUNG REBEL SET – Red Bricks


Weiterhören:
Walk On
Bagatelle


Liebe Emmi,

ich träume ja seit frühester Jugend von einem Mann, der ein Lied für mich schreibt oder mich alternativ über einen See rudert. Leider vergeblich. Den zweiten Wunschtraum hat wenigstens mein Bruder versucht mir zu erfüllen. Wobei sich Verwandschaft und Romantik ausschließen und ich die ganze Angelegenheit enttäuschend profan fand. Fürs Lied ist er dann leider (oder Gott sei Dank) sowieso zu unmusikalisch. So wäre es beim Großteil deiner Dates vermutlich auch. Daher solltetest du vermutlich froh sein, dass sie es mit dem Singen bleiben lassen. Dafür reden die meisten dann als hätten sie einen Sprung in der Platte.

Am Besten nimmst du den Dating-Wahnsinn mit Humor. Denn fast in allen Fällen hat man ja doch Spaß dabei. So oder so. Man lacht mit ihm oder über ihn und staunt, was es so alles gibt auf dieser bunten großen Welt. Dass dein Herz manchmal schwer wie roter Backstein ist danach, kann ich trotzdem gut verstehen. Da hilft vielleicht der Anfang dieses wunderbaren Songs, den du uns hier dieses Wochenende schenkst:
"Lift your head up darling and look around you and try and see the beauty in what surrounds you. Cos maybe your dreams are just not that far away ..."

Liebe Grüße

Kerstin

PS: Spannend finde ich, dass Thees Uhlmann die Band im Internet entdeckte, einige Live-Auftritte in Deutschland organisierte und sie ihr erstes Album beim Grand Hotel van Cleef veröffentlichten, das er ja mitgegründet hat. So verdanken wir Thees neben seiner großartigen Band Tomte also auch noch die Musik von Young Rebel Set.

Samstag, 28. Juli 2012

Buchstabensalat á la Austria: E wie Einiraunzer und einweinberln





ABC. Drei Buchstaben, mit denen alles beginnt. Das Alphabet. Die erste Deutschstunde. Und auch der Buchstabensalat: Das A, das B und das C waren die Zutaten der ersten Stunden. Sie sollten der Beginn von etwas ganz Großem werden: einer festen wöchentlichen Rubrik, die sich am Klang der Österreichischen Sprache ergötzt. Spaß hat es gemacht. Mir und euch. Lange sollte es dauern. 26 Wochen lang, um genau zu sein. Vom A wie abbimsen bis Z wie Zezn, Zibebe, Zipf oder sogar Ziziwischpal.


Doch diesen Höhepunkt haben wir nie erreicht. Beim D wie Drahdiwaberl war alles vorbei. Das Karussell hatte sich ausgedreht. So schnell kann Salat vertrocknen. Zeit, mal wieder ein paar frische Buchstaben zu pflücken. Und weil sich Steffi und der Frage-Foto-Freitag hitzefrei genommen haben, serviere ich euch heute das E. E wie Einiraunzer und einweinberln.






Liebes E,
du bist ein ganz wunderbarer Buchstabe. Kein gewöhnlicher. Mitglied im erlesenen Kreis der Vokale. So gradlinig irgendwie und dennoch mit Ecken und Kanten. Zwar bist du nicht so symmetrisch wie das H. Aber was soll's? Genau das macht dich doch so interessant.


Was sagst du da? Ich bin ein Einiraunzer? Pah, ich meine das Ernst. Ganz sicher will ich mich nicht bei dir einweinberln. Das habe ich wirklich nicht nötig. Es gibt noch andere schöne Buchstaben auf der Welt.


Ein Einiraunzer ist jemand, der versucht, sich durch Schmeicheleien Vorteile zu verschaffen. Das erklärt mir zumindest mein neues Fachbuch, der Sprachführer für Einheimische und Zugereiste. Einweinberln ist das Verb dazu. Beides scheinen mir Worte zu sein, die im diesem Land zum Grundwortschatz gehören sollten.


Liebe Österreicher,
habe ich euch eigentlich schon mal gesagt, was für eine tolle Sprache ihr sprecht? Ich bin ein Einiraunzer? Pah, ich meine das Ernst. Ganz sicher will ich mich nicht bei euch einweinberln.


PS: Für manche Wörter ist man als Deutsche einfach zu blöd. Nur so kann ich mir erklären, dass ich auf dem Foto aus einweinberln echten Buchstabensalat produziert habe. Einschleimen war halt schon immer ein Fremdwort für mich.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Der Low Carb Liebling der Woche: Hausgemachte Sojamilch





Das hier ist die Geschichte einer großen Liebe: Sojamilch forever. Aber es war keine Liebe auf den ersten Blick, zwischen meiner kleinen japanischen Freundin und mir. Nein, zunächst sah alles so aus, als sollte unsere Beziehung eine reine Zweckgemeinschaft werden. Eine arrangierte Ehe mit der Sojamilch, während mein Herz weiterhin für Kuhmilch schlug.  

Die Milchprodukte und ich - das ist wie Romeo und Julia, wie Jack und Rose, wie Tarzan und Jane. Wir sind untrennbar miteinander verbunden. Kein Morgen beginnt ohne meine Quarkcreme, kein Nachmittag vergeht ohne Milchkaffee. Aber dann schwor ich den Carbs ab und fortan lag ein Schatten über dieser Liebe. Denn dummerweise enthalten Milchprodukte Laktose, den Milchzucker. Und der ist, wie alle Zuckerarten, ein Kohlenhydrat. Zwar ist die Dosis nicht tödlich hoch: 100 Gramm Milch enthalten zwischen 4 und 5 Gramm Kohlenhydrate. Dabei gilt übrigens: Je fetter, desto besser. Die selbe Menge Sahne bringt es nur noch auf halb so viele Carbs. Was ja aber auch keine Lösung sein konnte, bei den Mengen, die ich so täglich verzehre.



Ich versuchte also, unsere Beziehung auf eine solide Basis zu stellen. Man muss sich ja schließlich nicht jeden Tag miteinander vergnügen, dachte ich mir etwas naiv. Quark und Co verabschiedeten sich also aus meinen täglichen Speiseplan und die Sehnsucht zog dafür ein. Und nur wer die Sehnsucht kennt, weiß, wie ich litt. Irgendwann begann ich, mich nach Alternativen umzusehen. Im Bioladen fiel mein Blick auf die Sojamilch. Und wenn man ein wenig auf die Sorten schaut (einige haben leider Aromen und Zucker zugesetzt), kann man die Sünde durchaus verträglicher gestalten: Die neue Geliebte kommt schon mit deutlich unter 1 Gramm Carbs aus. 


Doch die Japanerin aus dem Tetrapack blieb ein schlechter Ersatz. Brav trank ich meinen Cappuccino zwar mit Sojamilch und rührte mein Müsli in die Sojade, aber Leidenschaft sieht anders aus. Bis ich eines Tages direkt zu diesen hübschen gelben Böhnchen griff und mir meine Traum-Milch einfach selbst gebastelt habe. 



Zutaten:


350 g getrocknete gelbe Sojabohnen
1,3 l Wasser ( und zusätzlich ganz viel Wasser zum Einweichen, Aufkochen und Spülen)
2 TL Natron
1 EL Sukrin
1 Vanilleschote


Die Sojabohnen in eine große Schüssel geben und mit ganz viel kaltem Wasser bedecken. Die Böhnchen sind ganz schön durstig: Der Wasserspiegel sollte gute 5 cm über den Bohnen liegen. Lasst sie mindestens 8 Stunden baden. Am Besten geht das über Nacht. Dann gebt ihr die Bohnen, die nun fast doppelt so dick sind, in ein Sieb und braust sie unterm kalten Wasserhahn gründlich ab.


In einem großen Topf setzt ihr Wasser auf. Am Besten nehmt ihr parallel den Wasserkocher in Betrieb, denn ihr werdet nun jede Menge heißes Frischwasser brauchen. Wenn das Wasser kocht, gebt ihr die Sojabohnen dazu und einen TL Natron. Die Mischung unter Rühren aufkochen und 5 Min. köcheln lassen.


Abgießen, kalt abbrausen und das selbe Spiel noch mal mit frischem Wasser wiederholen: Ab ins kochende Wasser, Natron dazu, aufkochen und 5 Min. köcheln lassen. Abgießen, abbrausen und dann in die letzte Runde starten.


Dafür setzt ihr nun die in der Zutatenliste aufgeführten 1,3 l Wasser auf. Ein letztes Mal kommen die Bohnen dazu und werden, dieses Mal ohne Natron, aber dafür mit Sukrin und der Vanilleschote, 5 Min. gekocht. Nehmt den Topf vom Herd und lasst das Ganze abkühlen.


Mit dem Zauberstab oder der Küchenmaschine alles gut pürieren. Nun kommt der etwas mühsame Teil der Angelegenheit: Legt ein Sieb mit einem dünnen Baumwolltuch aus und seiht die Soja-Pampe durch das Tuch ab. Zum Schluss mit Hilfe des Tuches gut auswringen, damit kein Tröpfchen der guten Milch verloren geht. 


Und schon habt ihr eure hausgemachte, cremige Sojamilch. Einmal probiert, immer geliebt. So kann aus einer Zweckgemeinschaft echte Liebe werden. Und das mit ungefähr 0,4 g Kohlenhydraten auf 100 g. 


Was von der Bohne übrig bleibt, heißt übrigens Okara. Daraus kann man zum Beispiel vegetarische Burger zaubern. Und die Milch könnt ihr natürlich auch in Tofu oder Joghurt verwandeln. Aber das ist eine andere Geschichte. 

Samstag, 21. Juli 2012

So klingt das Wochenende: BEATSTEAKS

Liebe Kerstin,


heute bekommst du sowas wie einen Vorabmitschnitt meines Wochenendes. Wie das geht? Na, ganz einfach: ich schicke dir den Link zu einem Song, den ich heute abend ziemlich sicher live hören werde.


Dabei kenne ich die Band quasi erst seit fünfeinhalb Minuten. Aber das ist einer der Vorteile daran, im Musikbereich zu arbeiten: man kann sich ab und an, ohne Geld investieren zu müssen, Konzerte anschauen und einfach mal „antesten“. Ich wurde für heute von einer guten Freundin eingeladen, und da „Freitagabend“ und „Livemusik“ für mich eh die perfekte Mischung sind, passt das natürlich wunderbar. Schnell noch mal bei youtube gestöbert, damit ich zumindest eine vage Ahnung davon bekomme, was mich da erwartet. Und siehe da: gleich die ersten beiden Songs, die ich anspiele, sind durchaus Emmi-kompatibel. ;-) Wie schön!


Übrigens kommt die Band aus deiner alten Heimatstadt. Wer weiss, vielleicht kennst du sie ja längst??


Ich wünsche dir ein zauberhaftes Wochenende!


Auf Sonne hoffend,


Emmi


BEATSTEAKS – I Don’t Care As Long As I Sing








Weiterhören:
Milk & Honey

Meantime


Liebe Emmi,



Cool, eine Preview deines Wochenendes - das ist ja wie bei diesen neuen Kameras, die schon knipsen, bevor man den Auslöser drückt. Und eine Steilvorlage ist dieser Musiktipp noch dazu. Denn du hattest es ja schon geahnt: Ich kenne was, das du nicht kennst. Hach, dass ich das noch mal erleben darf. ;-)


Es war wohl vermutlich 2003. Damals lebte ich zum ersten Mal in Berlin. Meine Wohnung lag direkt neben meinem Lieblingsclub. Mein Freund hatte im selben Gebäude sein Büro. Und manchmal war er ein wenig genervt, weil es auch mitten am Tag und zur besten Arbeitszeit ab und an ziemlich laut war dort. Das lag an der Band, die dort probte: den Beatsteaks. Kurz darauf zog ich weg und die Beatsteaks feierten ihren Durchbruch.


Aber auch wenn die Band und ihr Name seitdem in meinem Gedächtnis fest verankert sind, hatte ich bis eben keine Idee, was die wohl für Musik machen. Ich habe sie nie wieder gehört. Jedenfalls nicht bewusst. Und ich glaube, sie werden auch jetzt nicht den Sprung in meine persönlichen Charts schaffen. Mein Unterbewusstsein hat wohl abgespeichert, dass dieser Sound eher Lärmbelästigung ist als Hörgenuss. Da kann man nichts machen. Die können da gar nichts dafür. Emmi, gibt DU den Jungs wenigstens eine Chance! Ich warte gespannt auf deinen Konzertbericht.


Ein schönes Wochenende wünsche ich dir. Es soll der Start einer grandiosen Woche werden. Der Woche, in der der Sommer Hamburg erreichen wird. Das versprach zumindest gerade die Wetterfee und ich wünsche dir, dass sie Recht behalten wird.


Liebe Grüße


Kerstin

Donnerstag, 19. Juli 2012

Der Frage-Foto-Freitag

Wochenende, ihr Lieben! Und morgen fahren wir in aller Frühe auf eine Hochzeit in der schönen Wachau. Eine gute Flasche Wein kann ich euch ja leider nicht mitbringen. Aber vielleicht reicht es für das eine oder andere schöne Foto, das ich euch dann nächste Woche zeigen kann. 

Aber hier kommen erstmal die Highlights dieser Woche. Mehr davon gibt es, wie immer, bei Steffi

1.) Lebt dein Balkon noch?



Wer keinen hat, kann nichts vernichten. Umso mehr mag ich es, dass es bei anderen so schön grünt und blüht. Und wenn dann noch so eine verlockende Fußbad-Wanne bereit steht, komme ich gern öfter vorbei. 


2.) Hübsch & lecker?


Diese roten Schätzchen brauchen keine Worte. 


3.) Was liebst du im Moment besonders?



Individuelle Geschenke. Was kann man Schöneres verschenken als Zeit? Auch wenn mich diese Karte die letzten Nerven gekostet hat. 



4.) Was magst du gerade gar nicht?



Dass ich bei meinen liebsten Cafés und den schönsten Läden momentan immer wieder vor verschlossenen Türen stehe: Sommerpause. 


5.) Was findest du nicht hübsch, aber es ist halt so praktisch?




Meine Brille. Wenigstens in der Nacht muss sogar ich mich von meinen heiß geliebten Kontaktlinsen trennen. Auch wenn ich manchmal glaube, sie sind schon an mir festgewachsen.

Dienstag, 17. Juli 2012

Der Low Carb Liebling der Woche: Knusperschnitten





Knusper, knusper, knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen? Oh, ich glaube, in diesem Fall ist es es gar nicht mein Häuschen, das hier angeknabbert wird. Da macht sich wohl jemand über meine köstlichen Knusperschnitten her. Die sind aber auch märchenhaft lecker: Sesam, Sonnenblumen und Kürbiskerne geben hier gemeinsam ihr Bestes. Ein Schuss gutes Olivenöl, eine gute Prise Kräutersalz und ein wenig Parmesan dazu - schon wird aus einem schnöden Knäckebrot der Held auf jedem Frühstückstisch. Und das dann auch noch mit wenig Carbs. Hätten Hänsel und Gretel das gewusst, hätten sie das Hexenhaus links liegen gelassen.
Zutaten:

3/4 Cup Sesamkörner

1 Cup Sonnenblumenkerne
1/2 Cup Kürbiskerne
3/4 Cup Mandelmehl
2 EL Flohsamen
400 ml Wasser
50 g Olivenöl
1 1/2 TL Kräutersalz
geriebenen Parmesan nach Geschmack

Alle Zutaten vermischen und mit einem Kochlöffel gut verrühren. Den Teig eine halbe Stunde quellen lassen. Dann schnappt ihr euch ein Backblech, legt es mit Backpapier aus und streicht den Teig mit Hilfe eines Tortenhebers gleichmäßig aus. Zur Not geht natürlich auch die Zementkelle aus dem Werkzeugkasten des Ehemannes oder das Bügeleisen. Hauptsache, es macht schön platt. Je dünner, desto besser. Bei mir reichte die Menge für zwei Bleche.


Den Ofen bei Umlauft auf 160 °C vorheizen. Das Körnerbrot 20 Min. backen und dann mit Hilfe eines Pizzaschneiders in schöne, mundgerechte Stücke zerteilen. Wieder in den Ofen damit und bei gleicher Temperatur weitere 40 Min. backen. Und fertig ist das Körnerglück. Noch warm und mit etwas Kräuterfrischkäse darauf hat es mich fast um den Verstand gebracht.

Montag, 16. Juli 2012

Genussgipfel im Radio: Gipfeltreffen der Blogger in Tirol

So langsam wird es spannend mit unserem Gipfeltreffen der Blogger in Tirol, das wir für den Frühling 2013 in Innsbruck planen. Gerade war ich live bei Sunny Rabl auf Antenne Tirol mit einem kleinen Aufruf zu hören.

Daher auch hier noch mal die Bitte: Liebe Blogger aus Österreich, meldet euch bei mir, wenn ihr Interesse habt am Gipfeltreffen. Ich freue mich über ganz viele Interessenten und werde euch dann auf dem Laufenden halten, wenn die Planungen konkreter werden. Denn bis wir uns für ein Datum, eine Location und das Programm entscheiden können, müssen wir ungefähr abschätzen können, wie groß das Gipfeltreffen werden wird.

Meldet euch bei mir: gipfeltreffen@genussgipfel.at

Und hier kommt der Beitrag. Herzlichen Dank an Antenne Tirol und natürlich ganz besonders an Sunny Rabl.

video



Freitag, 13. Juli 2012

So klingt das Wochenende: BEIRUT – Elephant Gun


Liebe Kerstin,

die meisten von uns haben ja einen recht eingefahrenen Musikgeschmack. Das ist nicht abwertend gemeint, aber oft weiss man doch: ich mag Rock, aber keinen Free Jazz. Oder man liebt Volksmusik und kann mit elektronischer Clubmusik dann eher nichts anfangen. Ist bei mir jedenfalls so. Mein Musikkosmos ist recht eng umrissen (mein Kollege, die berühmte Ausnahme, die es ja immer gibt, hat mir deshalb schon öfter sein Beileid ausgesprochen *grins*), und eigentlich ist recht klar abgesteckt, was da ins Raster passt und was nicht.

Dass ich Zach Condon und seine Band Beirut mag, hat mich daher ein bisschen überrascht. Klar, auch der bewegt sich in meinem geliebten Indie-Umfeld, aber seine ganz spezielle Mischung aus Folkpop mit Balkan-Blasmusik, Zigeunerfolklore und ein bisschen Elektronik fällt schon ein wenig aus dem gewohnten Emmi-Rahmen. Das aber auf sehr angenehme Art und Weise. Türöffner ist dabei für mich – wie fast immer – die Stimme. Die klingt gleichzeitig fremd und doch irgendwie vertraut.

Auch die Ästhetik seiner Videos gefällt mir. Ein wunderbar durchkomponiertes Chaos, sehr charmant.

Lässt du dich einen Song lang entführen in diese Welt?

Ich schicke dir liebe Grüße in die Berge,
Emmi

BEIRUT – Elephant Gun



Weiterhören:
Santa Fé
Goshen

Liebe Emmi, 

na klar, lass ich mich von dir entführen. Und verführen natürlich auch, verführen, mal ganz neue Töne an mein Ohr zu lassen. Genau das ist das Schöne an der Blogger-Welt, finde ich: Jeden Tag begegnet einem so viel Inspiration. Neue Türen öffnen sich und man beschäftigt sich mit Dingen, die einem sonst vermutlich nie untergekommen wären.

Was Zach Condon und Beirut da machen, ist wirklich ganz besonders. Diese Mischung, die du oben beschreibst. Total ungewohnt für die Ohren, aber gerade deshalb sehr reizvoll. Mir macht sie jedenfalls richtig gute Laune, an einem Morgen an dem es vom Himmel nur so schüttet. Das Klopfen des Regens auf dem Vordach meines Häuschen schlägt noch den perfekten Beat dazu.

Ich bin in Sachen Musikgeschmack sehr....sagen wir offen? Wechselhaft? Oder ahnungslos? ;-) Ich könnte dir niemals sagen, welche Musikrichtung ich bevorzuge. Aber ich bin sehr sicher darin, den Daumen rauf oder runter zu machen, wenn man mir etwas vorspielt. 

Deshalb bin ich jahrelang verzweifelt, weil ich die Frage. "Und? Was hörst du für Musik?" niemals beantworten konnte und mir das immer irgendwie peinlich war. Erlöst wurde ich dann von Ipod, IPhone und Co: In Zeiten, wo man seine gesamte Musikbibliothek sowieso mit sich rumschleppt, verweise ich lässig auf meine Playlist und schieb dann mal das Gerät rüber. 

Und seit du hier so liebevoll ausgewählte Häppchen servierst, kommt am Wochenende jeweils ein neues Stück Musik dazu. Danke dafür. Das ist sehr bereichernd.

Liebe Grüße in den Norden

Kerstin

Der Frage-Foto-Freitag


Jeden Freitag. Jede Menge Fragen. Jede Menge Fotos. Schaut mal bei Steffi vorbei. Da gibt es noch mehr davon. Ein Feuerwerk an Freitags-Frage-Fotos. So bunt ist die Blogger-Welt.


1.) Etwas, das du immer machst?


                              


Mich freuen, wenn ich diesen kleinen Scheißer hier auf meinem Weg zum Supermarkt sehe. Und mich fragen, ob das Häufchen wirklich nicht echt ist. Sehr naturalistisch. Und trotz des fetten No! richtig nett gemeint, denn der Kleine ist keine Verbotstafel, sondern ein Hinweisschild für die daneben platzierte Hundetankstelle.

2.) Wer hilft dir beim Gutaussehen?



Dieser kleine Racker aus der Nachbarschaft. Der ist so süß und macht so viel Unsinn, dann man einfach ständig lachen muss. Und Lachen macht ja nun mal schön. 


3.) Höhepunkt der Woche?



Die Entdeckung, dass das Guerilla Knitting nun auch unsere Bergidylle erreicht hat. Bestrickend schön.  


4.) Was hast du dich getraut?



Den Kopf kurz rauszustrecken und für euch ein Bild von der "weißen Winterlandschaft" vor unserer Haustür zu machen, als dieses Unwetter mit Donner, Blitz, Sturm und Hagelkörnern tobte.


5.) Was machst du Samstagabend?



Irgendwann mal bei Okka entdeckt, bestellt und monatelang darauf gewartet: Die Serie Borgen rund um die Dänische Premierministerin. Politisch, spannend, emotional und endlich mal etwas, das ich mit dem Liebsten gemeinsam gucken kann.



Mittwoch, 11. Juli 2012

Der Low Carb Liebling der Woche: Erdbeersmoothie mit Kokos




Im Moment könnte ich jeden Tag Erdbeeren essen. Weil sie so nach Sonne schmecken. Und nach Geburtstag. Als Juni-Kind feierte ich immer im Garten und mit ganz viel süßen Früchtchen um mich herum. Mein größter Hit: Die Erdbeeren, die meine Mutter liebevoll in Schokolade getaucht hatte. Hach, kein Wunder, wenn man da zum Erdbeer-Junkie wird.

Und weil Erdbeeren, wie alles Obst, natürlich schon einige Kohlenhydrate haben, habe ich sie mit Kokos- und Sojamilch kombiniert. Die haben, verglichen mit Milchprodukten, wenig Carbs und sind daher die perfekten partners in crime. Aber schaut bitte genau auf die Nährwerte: Der Kohlenhydratgehalt der unterschiedlichen Marken schwankt extrem. Manchmal ist sogar Zucker zugesetzt. 

Zutaten (fūr ein großes Glas):

200 g Erdbeeren

200 ml Kokosmilch

100 ml Sojamilch

2 EL Sukrin

1 TL Vanille

Die Zutaten zusammen in einen Mixer geben und ca. 1 Minute durchquirlen, bis alles schön schaumig ist. Zurücklehnen, Augen schließen und vom rosaroten Erdbeer-Schlaraffenland träumen.

Sonntag, 8. Juli 2012

So klingt das Wochene: FLORENCE & THE MACHINE

Liebe Kerstin,

*reinflitz & Schweiß abwisch* … ich bin spät dran, ich weiß. Eigentlich wollte ich dir direkt nach dem Essen einfach fix eins meiner Lieblingslieder rüberbeamen. Und nun sitze ich seit über einer Stunde hier und höre mich durch die Songs von Florence & The Machine. Welches soll man da nehmen? Schwierig, denn ich liebe sie alle irgendwie. Wahnsinn, was die Stimme dieser Frau für eine Kraft hat. Und wie sie spielend von zart hingetupften Akkorden zu beinahe opernhaftem Pathos wechseln kann. Ich mag das sehr, vor allem, weil ihre Stimme dabei immer so kristallklar bleibt.

Live habe ich sie in diesem Frühjahr leider verpasst. Bzw. habe mich entschieden, sie zu verpassen, um jemandem, der sich seit Monaten auf dieses Konzert gefreut hatte, nicht mit meiner Anwesenheit den Abend zu ruinieren… Aber manchmal kommen Dinge ja in Bewegung. Im Herbst wird Florence nochmals für ein paar Shows in Deutschland auf der Bühne stehen. Und wer weiß: vielleicht gehen wir sie uns diesmal dann gemeinsam anschauen. ;-)

Liebe Grüße,

Emmi




FLORENCE & THE MACHINE „Never Let Me Go“




Weiterhören:

Shake It Out

Only If For A Night




Liebe Emmi,

ich kann mir ja kaum vorstellen, dass deine Anwesenheit jemandem den Abend ruinien kann. Aber so hast du dir den Konzert-Genuss noch etwas aufgespart. Ist manchmal gar nicht schlecht, weil man sich dann länger vorfreuen kann. Wenn es jetzt noch ein gemeinsamer Abend wird, umso besser. Haben wir wenigstens schon mal ein kleines Happy End.

Von Florence & the Machine hatte ich von dir und einigen anderen schon öfter gehört. Bisher hatte ich aber nie die Zeit, mich mal näher mit ihrer Musik zu beschäftigen. Einmal hatte ich kurz reingehört und war erstaunt, wie sanft das klang - irgendwie hatte ich mir bei diesem Bandnamen etwas Technischeres, fast Hartes erwartet. Und dann kommen da so viele Emotionen daher. Inzwischen habe ich nachgelesen, dass "machine" der Spitzname des Bandmitglieds Isabelle Summers ist und den beiden Damen bei ihrer frühen Zusammenarbeit auf die Schnelle kein besserer Name für die Band einfiel. Bleibt nur die Frage, wie man zu so einem Spitznamen kommt? Aber vermutlich ist der sogar ein Kompliment und Isabelle, die Maschine, liefert zuverlässig ab und trifft exakt jeden Ton.

Auf jeden Fall scheinen Florence, Isabelle und die anderen Bandmitglieder wahrlich keine emotionslosen Maschinen zu sein, denn wer in einem Meer versinkt, der versinkt wohl meist in einem Meer aus Gefühlen.

"And it's breaking over me, a thousand miles down to the sea bed, I found the place to rest my head."

Liebe Grüße

Kerstin



Freitag, 6. Juli 2012

Der Frage-Foto-Freitag


Steffi hat ihren Blog renoviert, aber uns etwas Vertrautes da gelassen: den Frage-Foto-Freitag. Und der hat sogar ein hübsches Icon bekommen. Schaut doch mal rechts. Cool, oder? Also bin ich der Aufforderung gefolgt und habe mal wieder "mitgeknipst".

1.) Die schönste Ansage diese Woche?


"Alle Anschlusszüge werden erreicht." Die schönste Ansage der Welt, wenn man vier Mal umsteigen muss, dazu nur jeweils fünf Minuten Zeit hat und es schon so spät am Abend ist, dass man nicht einfach den nächsten Zug nehmen kann.

2.) Wofür liebst du deinen Job?


Dass die Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben immer mehr verschwimmen und ich Sachen machen kann, die Spaß machen und mich in beiden Bereichen weiterbringen. So wie der tolle Shoot the Food-Workshop von Jeanny und Susanne letztes Wochenende.


3.) Was hast du zuletzt bestellt?



Ein neues Objektiv für meine Kamera.

4.) Womit hast du nicht gerechnet?



Dass ein simpler Apfel so großartig schmecken kann. Man muss nur lange genug darauf verzichtet haben.

5.) Deine liebste Kombi momentan?



Blauer Himmel und ein leeres Becken. Wird immer unwahrscheinlicher, umso näher die Ferien rücken. Deshalb genieße es es gerade sehr.

Donnerstag, 5. Juli 2012

Shoot the Food: Ich war dabei




Spät ist es, aber nicht zu spät. Kann es überhaupt zu spät sein, um Danke zu sagen und eine kleine Lobeshymne zu singen auf Jeanny, Susanne und Shoot the Food? Das habt ihr wirklich gut gemacht, Mädels! Die richtige Mischung aus Theorie und Praxis, gewürzt mit dem ein oder anderen Tipp aus eurem ganz privaten Küchenstudio. Köstliche Mischung und dabei noch ausgesprochen gut bekömmlich.


Ich hatte so manches Aha-Erlebnis und habe diese Woche wohl mehr Zeit mit meiner Kamera verbracht als mit meinem Liebsten. Das könnte daran liegen, dass die süße kleine Canon immer öfter genau das tut, was ich mir von ihr wünsche.


Fazit: Food the Shoot ist absolut empfehlenswert. Termine in Hamburg und München stehen vor der Tür. Weitere Städte sollen folgen. Traut euch. Auch wer noch kein Profi am Auslöser ist, ist dort in aller besten Händen.


PS: Dass das Ganze so ein großer Spaß war, lag natürlich auch an Nike, Nicola, Katrin, Alexandra, Andrea, Isabelle, Karoline, TimeaMagdalena, Susanne, Nicole und noch einer Nicole. War schön, euch kennenzulernen und ich bin sehr gespannt, was ich in Zukunft von euch in euren Blogs so zu sehen bekomme.