Rauf auf den Berg. Langsam spüren, wie die Sorgen in den Steilstücken auf der Strecke bleiben. Sich selbst sagen: Du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht. Oben ankommen. Runter gucken. Wurzeln spüren. Die Relationen wieder herstellen. Und wissen, dass die eigenen Probleme nicht mehr sind als ein bisschen Fliegendreck, irgendwo auf unserem riesigen Planeten.
Gut, das dachten sich die Schweine vielleicht auch, als sie letztes Frühjahr auf die Alm getrieben wurden. Sie dachten das einen Sommer lang. Nun denken sie nichts mehr. Nun sind sie keine Schweine mehr. Sie sind nur noch Schlachtschüssel auf rotkarierter Tischdecke. Die Kaasspatzen sind wirklich richtig lecker da oben.
Ein Stadtkind, ein Tal und rundherum hohe Gipfel. Das sind ja schöne Aussichten! Was hilft, wenn es mal wieder an der Fernsicht mangelt? Schöne Orte. Schöne Worte. Schöne Töne. Schöne Dinge. Und ab und an auch schöne Torte. Das ist doch wohl der Gipfel!
Samstag, 24. September 2011
Heimatgefühl in Dosen
Ich bin in meinem Leben so oft umgezogen, habe so viele Städte mein "Zuhause" genannt: Salzgitter, Paris, Bonn, Basel, San Diego, Hannover, Berlin, Würzburg, noch mal Berlin und nun das gelobte Land Tirol. Da bleibt das Heimatgefühl oft auf der Strecke. Und manchmal würde ich mir wirklich wünschen, ich könnte eine Dose öffnen und ein bisschen Berliner Luft inhalieren. Oder umgekehrt: Jemand würde mir endlich die Beschwörungsformel verraten, die für jeden Ort der Welt schlagartig Heimatgefühle weckt.
Solange das aber nur ein schöner Traum ist, bin ich froh, dass es Servus gibt. Dieses Magazin macht so wahnsinnig Lust auf Österreich, dass es eigentlich alle Migranten auf Staatskosten erhalten müssten. Da gibt es altes Handwerk, traditionelle Bräuche, aber auch modernes Design und leckere Rezepte.
Besonders freue ich mich immer über die Rubrik, die ein Wort in verschiedenen Dialekten wiedergibt. Wer hätte schon gedacht, dass ein Bergmandl ein Feuerhund ein Goldwurm ein Weghoanzl ein Aidakßl ein Matschgaragga oder einfach nur ein Feuersalamader ist?
Am letzten Wochenende haben wir das Heimatgefühl übrigens aufgegessen. In Form dieses "Waldviertler Apfel-Mohn-Kuchens". Wie immer, habe ich dabei, um die Kohlenhydrate zu reduzieren, Zucker durch Sukrin ersetzt.
Zutaten für eine Springform (28 cm):
80 g zimmerwarme Butter
120 g Sukrin (oder 100 g Zucker)
abgeriebene Schale von einer halben Bio-Orange
1 Prise Salz
2 Eidotter
100 g gemahlender Mohn
40 g Mehl
1 kg Äpfel
3 Eiklar
Butter für die Form
2 EL flüssige Butter zum Bestreichen
2 TL Sukrin (oder Zucker) zum Bestreuen
Zubereitung:
1. Butter mit der Hälfte des Sukrins schaumig rühren. Orangenschale und Salz dazugeben, dann Eigelb nach und nach unterrühren.
2. Mohn mit Mehl vermischen.
3. Äpfel schälen und vierteln. Mit einer Gabel einritzen.
4. Backofen auf 180 °C vorheizen.
5. Eiweiß mit dem restlichen Sukrin steif schlagen. Abwechselnd mit dem Mohn-Mehl-Gemisch unter die Eigelbmasse heben.
6. Eine Springform fetten, Teig einfüllen und glattstreichen. Äpfel mit der geritzten Seite nach oben darauf verteilen und mit flüssiger Butter bestreichen. Mit Sukrin bestreuen und 40 min backen.
Rezept und Bilder stammen im Original von hier.
Solange das aber nur ein schöner Traum ist, bin ich froh, dass es Servus gibt. Dieses Magazin macht so wahnsinnig Lust auf Österreich, dass es eigentlich alle Migranten auf Staatskosten erhalten müssten. Da gibt es altes Handwerk, traditionelle Bräuche, aber auch modernes Design und leckere Rezepte.
Besonders freue ich mich immer über die Rubrik, die ein Wort in verschiedenen Dialekten wiedergibt. Wer hätte schon gedacht, dass ein Bergmandl ein Feuerhund ein Goldwurm ein Weghoanzl ein Aidakßl ein Matschgaragga oder einfach nur ein Feuersalamader ist?
Am letzten Wochenende haben wir das Heimatgefühl übrigens aufgegessen. In Form dieses "Waldviertler Apfel-Mohn-Kuchens". Wie immer, habe ich dabei, um die Kohlenhydrate zu reduzieren, Zucker durch Sukrin ersetzt.
Zutaten für eine Springform (28 cm):
80 g zimmerwarme Butter
120 g Sukrin (oder 100 g Zucker)
abgeriebene Schale von einer halben Bio-Orange
1 Prise Salz
2 Eidotter
100 g gemahlender Mohn
40 g Mehl
1 kg Äpfel
3 Eiklar
Butter für die Form
2 EL flüssige Butter zum Bestreichen
2 TL Sukrin (oder Zucker) zum Bestreuen
Zubereitung:
1. Butter mit der Hälfte des Sukrins schaumig rühren. Orangenschale und Salz dazugeben, dann Eigelb nach und nach unterrühren.
2. Mohn mit Mehl vermischen.
3. Äpfel schälen und vierteln. Mit einer Gabel einritzen.
4. Backofen auf 180 °C vorheizen.
5. Eiweiß mit dem restlichen Sukrin steif schlagen. Abwechselnd mit dem Mohn-Mehl-Gemisch unter die Eigelbmasse heben.
6. Eine Springform fetten, Teig einfüllen und glattstreichen. Äpfel mit der geritzten Seite nach oben darauf verteilen und mit flüssiger Butter bestreichen. Mit Sukrin bestreuen und 40 min backen.
Rezept und Bilder stammen im Original von hier.
Freitag, 23. September 2011
So klingt das Wochenende: Rebekka Bakken
Als ich im Sommer über Rituale schrieb, tat ich das eigentlich, um euch von einem meiner Lieblingsrituale zu erzählen: dem Song zum Wochenende. Jeden Freitag schenke ich mir nämlich selbst ein Lied. Den Soundtrack für zwei wunderbare freie Tage. Warum ich euch das erzähle? Weil ich diesen Song in Zukunft mit euch teilen werde. Und hier könnt ihr hören, wie es die nächsten Tage bei mir klingt:
September heißt das neue Album von Rebekka Bakken. Wie der Name schon sagt: der perfekte Soundtrack für dieses wunderschöne Herbstwochenende. Und das hier ist nicht mein Lieblingssong, aber leider der einzige, der schon im Netz zu finden ist.
Ich liebe Rebekka noch etwas mehr, seitdem ich sie vor ein paar Jahren in Brandenburg in einer kleinen bezaubernden Schlosskirche live gesehen habe. Deshalb ist dieser Link auch ganz besonders für meine Freundin Katja in Berlin, mit der ich diesen Abend teilen durfte. Miss you!
Und jetzt seit ihr dran: Was ist eurer Tipp fürs nächste Wochenende?
Donnerstag, 22. September 2011
Frühling - welch sagenhaft fernes Gerücht
Sommer - entflogener Traum!
Und Frühling - welch sagenhaft fernes Gerücht!
Ein welkes Blatt treibt still im weiten Raum,
Und alle wissen Herbst.
Mascha Kaléko, aus: "Ein welkes Blatt"
Mittwoch, 21. September 2011
Eingeschneit
Aber die weißen Gipfel, die ich gestern bei meiner Nordic Walking Runde bestaunen konnte, haben mir trotzdem so ein kleines vorfreudiges Kribbeln im Bauch gemacht.
Auch wenn heute schon wieder die Sonne scheint: Ich finde, es ist Zeit für meine Winter-Vorfreu-Liste:
Kachelofen anzünden und mit einer Tasse Tee in der Hand auf die kleine Bank davor kuscheln.
Endlich wieder meine geliebte Pudelmütze von der Tiroler Adlerin aufsetzen.
Boarden, Boarden, Boarden. Und dabei darüber freuen, dass ich meinen Bruder im Winter viel öfter sehe als im Sommer. Was wohl vielleicht ein klitzekleines Bisschen daran liegen könnte, dass er keiner Piste widerstehen kann.
Dienstag, 20. September 2011
Inspiration oder ein ordentlicher Tritt in den Hintern
Bild von hier
Ich liebe schöne Worte. Und ich liebe schöne Blogs. Deshalb war ich auch besonders glücklich als ich vergangene Woche auf dieses, ganz besondere Exemplar gestoßen bin.
In Okkas Blog steckt so viel Liebe: zu ihrer kleinen Tochter Fanny, zu ihrem Mann, zu sich selbst. Und vor allem zum Leben. Das hat mich beim Lesen ganz andächtig werden lassen.
Noch dazu lebt sie in meinem alten Kiez, so dass überall kleine Erinnerungen stecken. Dieses Café da...da hat sie doch in meiner Lieblingsstraße ihren Kaffee getrunken. Und dieser neue Laden, den sie vorstellt. Der gehört doch Laura, die ich letzten Winter kennenlernte, als wir Beide unsere Selbstständigkeit planten. Überhaupt zieht das Leben kleine Kreise: Über vier Ecken kennen wir uns doch sowieso alle. Welche wunderbare Mischung aus Inspiration und Vertrautem. Das ist der Zauber des Bloggens.
Spätestens da war mir klar: Mein Blog muss dringend wiederbelebt werden. Danke, Okka, für die kleine Herzmassage. Und wer oder was inspiriert euch?
Ich liebe schöne Worte. Und ich liebe schöne Blogs. Deshalb war ich auch besonders glücklich als ich vergangene Woche auf dieses, ganz besondere Exemplar gestoßen bin.
In Okkas Blog steckt so viel Liebe: zu ihrer kleinen Tochter Fanny, zu ihrem Mann, zu sich selbst. Und vor allem zum Leben. Das hat mich beim Lesen ganz andächtig werden lassen.
Noch dazu lebt sie in meinem alten Kiez, so dass überall kleine Erinnerungen stecken. Dieses Café da...da hat sie doch in meiner Lieblingsstraße ihren Kaffee getrunken. Und dieser neue Laden, den sie vorstellt. Der gehört doch Laura, die ich letzten Winter kennenlernte, als wir Beide unsere Selbstständigkeit planten. Überhaupt zieht das Leben kleine Kreise: Über vier Ecken kennen wir uns doch sowieso alle. Welche wunderbare Mischung aus Inspiration und Vertrautem. Das ist der Zauber des Bloggens.
Spätestens da war mir klar: Mein Blog muss dringend wiederbelebt werden. Danke, Okka, für die kleine Herzmassage. Und wer oder was inspiriert euch?
Montag, 19. September 2011
Sommerfrische
Hätte ich doch den Bauern nebenan gefragt: Wer sein Feld (in meinem Fall) seinen Blog den ganzen Sommer brach liegen lässt, wird eine öde Wüste vorfinden. Öde Wüste findet ihr blöd? Ich auch! Und deshalb vergibt mir bitte, dass ich diesen netten Platz hier so sträflich vernachlässigt habe, und helft mir mit, meinen Blog mal ordentlich umzugraben und neu zu bestellen.
Der Sommer in den Bergen ist aber auch einfach viel zu schön.
Ich habe in einem Wasserfall geduscht. Bin beim Cube Woman`s Camp in Mayrhofen mit dem Mountainbike die Berge runter gerast (wenn ich mich denn getraut habe). Habe zum ersten Mal in meinem Leben auf einer Hütte übernachtet. Meine erste Sternschnuppe gesehen. In frischer Bergluft Yoga gemacht und meinen ersten Fels erklettert. Hach, was für ein Sommer. Ein Sommer der ersten Male, der mich wieder ein bisschen mehr hat ankommen lassen hier.
Da kann man schon mal seinen Blog vergessen. Oder? Danke, Sommer. Es war eine schöne Zeit mit dir.
Der Sommer in den Bergen ist aber auch einfach viel zu schön.
Ich habe in einem Wasserfall geduscht. Bin beim Cube Woman`s Camp in Mayrhofen mit dem Mountainbike die Berge runter gerast (wenn ich mich denn getraut habe). Habe zum ersten Mal in meinem Leben auf einer Hütte übernachtet. Meine erste Sternschnuppe gesehen. In frischer Bergluft Yoga gemacht und meinen ersten Fels erklettert. Hach, was für ein Sommer. Ein Sommer der ersten Male, der mich wieder ein bisschen mehr hat ankommen lassen hier.
Bilder von hier
Da kann man schon mal seinen Blog vergessen. Oder? Danke, Sommer. Es war eine schöne Zeit mit dir.
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