Ein Stadtkind, ein Tal und rundherum hohe Gipfel. Das sind ja schöne Aussichten!
Was hilft, wenn es mal wieder an der Fernsicht mangelt? Schöne Orte. Schöne Worte. Schöne Töne. Schöne Dinge. Und ab und an auch schöne Torte. Das ist doch wohl der Gipfel!
Hurra, Steffi ist wieder da und mit ihr der Frage-Foto-Freitag. 1.) Was siehst du täglich?
Pilze. Der Liebste bringt sie tonnenweise aus dem Wald vom Joggen mit. Und mich hat inzwischen auch schon das Jagdfieber gepackt. Ein großer Spaß. 2.) Gute Frage?
Wie wird der Berg aussehen, wenn er wieder aus den Wolken auftaucht? Und siehe da: Er war schon ein wenig weiß. 3.) Für jemand anderes?
Selbsterklärend, oder? Und mal wieder von Eine der Guten. Ich mag ihre Sachen.
4.) Ein Kleidungsstück, das dich gerade glücklich macht?
Dieses Top von Steffen Schraut, das ich so gern für die Hochzeit haben wollte. War nirgendwo zu finden und dann entdecke ich in einem Anzeigenblatt, dass im Nachbardorf genau so eines verkauft wird. Ungetragen und zum halben Preis. 5.) Ausprobiert?
Ein ganzes Sortiment zuckerfreier Bonbons. Da lacht das Low Carber-Herz.
Kaum naht der Herbst, schon ist es wieder soweit: In den Supermarkt-Regalen stapeln sich Lebkuchen, Dominosteine und natürlich Marzipankartoffeln. Zwar reißen sich die meisten ja tapfer zusammen und widerstehen diesem blödsinnigen Trend. Aber wenn es draußen so grau ist und regnet und bei uns sogar schon der erste Schnee auf den Berggipfeln auftaucht - dann kann man schon mal in Versuchung geraten.
Und bevor jetzt alle Low Carber so richtig böse sündigen, fange ich eben auch schon mit Weihnachten an: Hier kommen meine zuckerfreien Low Carb- Marzipankartoffeln. Fürs heimelige Gefühl an trüben Herbsttagen. Von mir gern vorm warmen Kachelofen vernascht. Vielleicht habt ihr ja auch so einen Ort, an dem man sich ganz ausgezeichnet auf die kuschelige Weihnachtszeit vorfreuen kann.
Zutaten (für ca. 20 Stück):
200 g Mandeln mit Schale 200 g SukrinMelis 2 El Rosenwasser 1 TL Bittermandelaroma (aus dem Reformhaus) Sukrin, Zimt und ev. Kakao zum Verzieren
Die Mandeln mit kochendem Wasser übergießen und ziehen lassen, bis sich die Schale leicht entfernen lässt. Dann umgehend weiterverarbeiten: In der Küchenmaschine möglichst fein mahlen. SukrinMelis, die zuckerfreie Puderzucker-Alternative, Rosenwasser und Bittermandelaroma zugeben und mit viel Geduld lange kneten. Irgendwann verbinden sich die Zutaten zu einer gut formbaren Marzipanmasse.
Diese Masse könnt ihr jetzt überall verwenden, wo ihr Marzipanrohmasse benötigt. So spart ihr euch auch in diesen Rezepten den Zucker. Hier habe ich damit Marzipankartoffeln gemacht.
Dazu aus dem Marzpan ca. 20 kleine Kugeln formen. Sukrin ( das normale, kristalline) mit Zimt und / oder Kakao vermischen und auf einen kleinen Teller geben. Die Kugeln darin rollen und im Backofen bei 220 °C (Grill) ca. 1 bis 2 Minuten backen. Achtung: Unbedingt alles im Auge behalten, da die Marzipankartoffeln schnell verbrennen. Sie bekommen so eine großartige zuckrige Kruste fürs perfekte Bissgefühl und verlieren die Klebrigkeit.
phew, war das ein vollgepacktes Wochenende. Aber soo schön! Begonnen hat es am Freitag mit einem weiteren Schaufensterkonzert im Lieblingsplattenladen. Von der angekündigten Band hatte ich noch nie was gehört, oder nur so viel: die Sängerin war vorher bei Nouvelle Vague, der französischen Band, die sich mit Coverversionen von 80er-Jahre-Hits im BossaNova- oder Easy Listening - Style einen Namen gemacht hat. Eine Hörprobe bei Facebook machte mich neugierig, und so fuhr ich also direkt vom Büro aus zum Auftritt der Dame und ihrer Herrenbegleitcombo. Hut ab! Ziemlich coole Säue,diese Franzosen! Und alle mit Musik im Blut.
Klang in etwa so:
PHOEBE KILLDEER AND THE SHORTSTRAWS – The Fade Out Line
Liebe Grüße
Emmi
Liebe Emmi,
da geht es uns ähnlich: Beide im Stress. Ich sitze gerade im Zug nach Innsbruck und habe gerade noch 20 Minuten für die Antwort an dich. Aber da es schon Dienstag ist, mache ich es kurz.
Ich habe mich verliebt. Und zwar schon in den ersten Ton. So cool, oder? Das macht spontan beste Laune. So würde ich behaupten, dass es nicht bloß an meinem Franzosen-Gen liegt, mit dem du mich ja immer packen kannst.
Ich bin ein wenig neidisch auf dein Schaufenster-Konzert. Von so etwas können wir hier auf dem zwar nicht geologisch, aber ansonsten total platten Land nur träumen. Sitzen die dann echt im Schaufenster? Und draußen steht eine Traube Menschen drum herum und hat Spaß? Bitte erkläre doch einer Dorfpomeranze mal die große weite Welt.
Ich gehöre definitiv nicht zu den Menschen, die jedes Essen mit einer großen Portion Ketchup verunstalten. Ich möchte schmecken, was auf meinem Teller liegt: jedes Aroma, jedes Detail der Zutaten. Ketchup macht doch alles irgendwie zu einem Einheitsbrei. Und schon allein das Geräusch, wenn das meist viel zu dickflüssige Zeug aus der Flasche ploppt, finde ich richtig übel. Ganz anders sieht es aus bei meinem selbst gemachten Low Carb Ketchup. Ohne Zucker, denn davon sind im roten Gebräu aus dem Supermarkt meist riesige Mengen versteckt. Mein Ketchup schmeckt so zart, so tomatig, so süß, ganz leicht nach Apfelessig und sensible Naturen spüren sogar den Hauch von Steinpilzen in seinem Bukett. Der lässt den Holzhammer zu Hause, erschlägt nichts und verfeinert vieles. So darf Ketchup durchaus mal auf den Tisch und ist die Krönung auf einem leckeren Stück Fleisch. Übrigens: Ihr braucht nicht auf den Sommer und eure reifen Gartentomaten warten. Mit hochwertigen Dosentomaten gelingt das auch jetzt gut, oft sogar besser. In der FAZ gab es mal einen interessanten Test dazu. Ich habe die "Mutti Pomodorini di Collina" benutzt.
Zutaten (für ca. 400 ml): 1 kleines Stück Ingwer 10 schwarze Pfefferkörner 2 Lorbeerblätter 2 Nelken 1/4 getrocknete Cilischote 500 g Dosentomaten 1 Knoblauchzehe 1 kleine Schalotte 1 TL getrocknete Steinpilze (fein zermörsert) 1 TL Melasse 4 EL Sukrin 100 ml Apfelessig 1/2 TL Meersalz Ingwer schälen und in Scheiben schneiden. Mit den Pfefferkörnern, den Lorbeerblättern, Nelken und der Chilischote in einen Teefilter aus Papier geben. Gewürzpaket mit einem Bindfaden zuschnüren. Die Tomaten in einen Topf geben. Knoblauchzehe und Schalotte fein hacken und dazugeben. Die restlichen Zutaten unterrühren und das Gewürzpaket in den Topf geben. Alles zusammen aufkochen und bei geringer Hitze unter gelegentlichem Rühren 30 Minuten einkochen lassen. Das Gewürzpaket entfernen und den Ketchup mit dem Stabmixer pürieren. Mit Salz abschmecken. Sollte es euch noch zu flüssig sein, könnt ihr die Tomatensauce einfach noch etwas einkochen. Flaschen oder Gläser mit heißem Wasser sterilisieren. Den Ketchup heiß einfüllen, gut verschließen und abkühlen lassen. Übrigens: Ich kombiniere Sukrin und Melasse, wenn ich eigentlich den Geschmack von braunem Zucker brauche. Melasse ist ein Nebenprodukt aus der Zuckerproduktion, enthält aber nur noch ca. 60 Prozent Zucker und ist unglaublich intensiv im Geschmack. Ein Teelöffel davon reicht eigentlich immer aus. Auch beim Backen. Je dunkler die Melasse ist, desto weniger Kohlenhydrate hat sie. Ihr bekommt sie im Bioladen oder im Reformhaus.
oh, da hab ich ja letzte Woche ein wenig ins Wespennest
gestochen. Dabei hab ich gar nix gegen weinende Männer. Die gefühlvollen,
weichen und verletzlichen Exemplare von denen du schriebst, dürfen mir im Fall
der Fälle sehr gern das Bett nass weinen. Dauergreinende männliche Heulsusen
muss ich dagegen nicht haben. Und so
eine hatte wohl auch Amanda auf dem Kieker...
Die Idee zum heutigen Musiktipp kam übrigens während des
Frühstücks des Weges. Ich gucke zum frühstücken ja oft eine seeehr trashige
Soap. Und traute meinen Ohren kaum: Da lief tatsächlich ein Song von einer
meiner Lieblingsbands im Hintergrund. Unglaublich! Da war tatsächlich mal ein
Musikredakteur mit Geschmack am Werk.
Was für eine Stimme! Das komplette Album „High Violet“
besteht meiner Meinung nach komplett aus Songs, die man eigentlich per ärztlicher
Verschreibung 3x am Tag hören müsste.
Was ich wochenlang nach Erscheinen auch getan habe. Wie
schön, dass mich die unsägliche
Serie heute morgen daran erinnerte. Tja, wie heisst es so
schön: Out of Evil comes Good! ;-)
Ich wünsche dir ein ganz famoses Wochenende ohne Tränen,
Emmi
THE NATIONAL - England
Weiterhören:
“Bloodbuzz Ohio”
“Fake Empire”
Liebe Emmi,
was ist der Unterschied zwischen dir und mir? Wir gucken beide gern trashige Soaps (welche ist es denn bei dir?), nur kann ich mich nicht damit herausreden, dass wenigstens die Musik gut ist. Ich würde es vermutlich noch nicht mal bemerken, wenn ein Song meiner Lieblingsband käme. In diesem Punkt bin ich vielleicht eher ein Mann: Ich kann mich immer nur auf eine Sache konzentrieren. Musik, die im Hintergrund läuft, im Fernsehen, im Radio oder gar beim Einkaufen in irgendeinem Shop, nehme ich gar nicht wahr. Dabei bin ich in allen anderen Punkten hochbegabt für Multitasking.
Und das mit den Männern, das war gar nicht so gemeint. Ich wollte dir nicht unterstellen, dass du auf der Suche nach DEM Macho unter der norddeutschen Sonne bist. Wobei ich behaupten würde, dass ich noch nicht mal von gefühlvollen, weichen und verletzlichen Männern schrieb. Wirklich gut finde ich die harten Kerle, die aber Mut genug haben, auch mal zu weinen. Ich glaube, das ist für mich noch mal ein Unterschied. Mit den allzu gefühlvollen, weichen Typen habe ich es nämlich nicht so. Die werden dann schnell mal von mir platt gemacht und was einem Frosch ja ganz gut steht, wenn man ihn an die Wand wirft in der Hoffnung er werde zum Prinz, ist bei einem Mann nicht allzu attraktiv.
Vielleicht hilft diesen Heulsusen aber auch dein Rezept, drei Mal täglich eine Dosis The National? Wenn sie dann wenigstens im Bett nicht mehr weinen, dürfen sie trotzdem bleiben und mit uns trashige Soaps zum Frühstück schauen. Das wäre dann mal ein Vorteil von so einem Exemplar. Und wenn dann vor Rührung ein paar Tränen fließen? Das wird uns den Kaffee doch nicht versalzen.
Also, meine Liebe. Mach dir ein schönes Wochenende und nicht so viele Gedanken. Und immer brav deine musikalischen Medikamente nehmen.
Keine Fragen, keine Fotos? Nein, ich habe trotzdem ein paar schöne Bilder für euch. Steffi und der Frage-Foto-Freitag pausieren und das kommt mir gerade recht, denn ich wollte euch schon länger ein paar Details aus meinem Zimmer im Haus des Liebsten zeigen.
Ihr musstet ja oft genug hier von unserem wochenlangen Umzug lesen. Besser gesagt: M. ist umgezogen. Wir leben sehr bewusst und gern in zwei Häusern. Bisher nur 5 Fußminuten voneinander entfernt, jetzt leider in verschiedenen Tälern. Und damit ich deshalb auch mal ein paar Tage länger bleiben kann, habe ich ein klitzkleines Reich für mich bekommen dort.
Ziel war es, einen Platz zum Schlafen und Lesen und Kuscheln zu haben. Eine kleine Schreibecke war mir wichtig. So kann ich auch mein Homeoffice spontan dort einrichten. Und Stauraum für Anziehsachen und Co waren gefragt, denn ich bin es leid, alle paar Tage einen halben Umzug zu veranstalten. Das Ganze dann auf knapp acht Quadratmetern und dabei möglichst wenig Geld ausgeben - gar keine leichte Aufgabe.
Gott sei Dank stehe ich sowieso total auf den Shabby-Style. Und das Haus hatte einen vollen Keller, in dem man in alten Familienschätzen richtig graben konnte. Toll für mich, denn ich bin in einer Stadt aufgewachsen, die erst im zweiten Weltkrieg entstanden ist. Da gibt es keine Dachböden, Keller und Kisten mit Erinnerungen an die guten alten Zeiten.
Shabby sollte es also sein. Viel weiß. Und drei Pastelltöne dazu, die mich in einem anderen Projekt gerade sehr prägen: ein zartes Lindgrün mit einem Hauch von Grau, ein helles Violett und ein Roseton. Und irgendwie tauchten dann immer wieder Vögel auf und Herzen. Und nun kommt mal mit und schaut euch das Ergebnis an.
Das Bett von Ikea begleitet mich sicher schon zehn Jahre. Es ist das einzige Möbelstück, das meinen Umzug von Berlin nach Tirol mitgemacht hat. Und das liegt nicht an seiner Schönheit, sondern daran, dass es sich so schön klein machen kann und so noch in den VW-Bus passte, der mein gesamtes Hab und Gut damals verschiffen musste. Bisher war es schwarz. Jetzt hat es einen weißen Anstrich bekommen.
Darüber liegt eine alte, weiße Spitzentagesdecke, die ich von M.s Mama geerbt habe. Die Tagesdecke darüber ist von Bloomingville. Das dazu passende Kissen stellt die Verbindung zum Kopfende her. Dazu habe ich zwei Kissen in den beiden anderen Farben kombiniert (das grüne ist von the go´round), eines mit dem Vogel-Thema. Das Hirsch-Kissen hat M.s Mama in der Grundschule selbst bestickt. Ich mag diesen Hauch von Alpen-Tradition in dieser Kombination.
Da es keinen Platz für einen Nachttisch gibt, habe ich mich für ein Regal über dem Bett entschieden. Das Regal ist, wie die Kissen und die lila Tagesdecke, von manjanaHome.
Im Regal wohnt Polly, mein Sorgenfresserchen, die ihr schon kennt. Sie ist hier besser aufgehoben, denn ab und an muss ihr ein Unbeteiligter mal den Magen auspumpen. Ein K vonBloomingville (über manjanaHome) zeigt, wer hier schläft. Und das grüne Windlicht ist ein Geschenk meiner Freundin Elly aus ihrer neuen Heimat Indien.
Daneben sammele ich ein paar Bilder, die ich gerade mag: Der Hase ist von lecanotrouge. Ich habe ihn mal bei Igor und seinem wunderbaren Happy Interior Blog gewonnen. Er steht ein wenig für dieses "Alice im Wunderland"-Gefühl, das ich in diesem Zimmer oft habe. Die beiden Prints stammen aus der Werkstand voneine der guten. Den zuckersüßen Cupcake gibt es als Downloadbei der von mir heißgeliebten Kochzeitschrift Lecker.
Diesen ganz schmalen Kleiderschrank habe ich im Keller gefunden. Vermutlich stand er früher mal in einem der Pensionszimmer, die M.s Oma vermietete. Ich mag den Gedanken, dass ein glücklicher Urlauber da früher seine Sachen verräumt hat. Es erinnert mich daran, in welch schöner Umgebung ich hier leben darf.
Er war in einem armseligen Zustand mit teilweise abgelösten Seitenwenden. Ich hab die Tür ausgebaut, die Seiten neu geleimt und ihn dann grün gestrichen. Hat er nicht einen zauberhaften kleinen Schlüssel? Oben drauf ist noch Stellfläche für ein paar Ebay-Funde. Igor, dass ist der Milchtopf von Riess, von dem ich dir neulich schrieb. Für 1 Euro ein guter Fang, oder? Und die Kaffeedose dahinter ist aus Frankreich und duftet sogar noch nach dem früheren Inhalt.
Zu meiner Arbeitsecke hat mit Holly Becker von decor8mit diesemPost inspiriert. Ich brauchte einen sehr schmalen Konsolentisch. Dieser hier ist zwar nichts Besonderes, aber da ich ihn für 30 Euro neu bei Ebay bekommen habe und er die richtigen Maße hat, darf er hier wohnen. Die Lampe ist von Lisbeth Dahl(überDas Tropenhaus). Daher stammen auch die Klemmbretter von house doctor. Die Schreibtischunterlage habe ich dazu passend aus Geschenkpapier zugeschnitten und laminieren lassen.
Der Stuhl stammt ebenfalls aus Frankreich und ist aus der Gründerzeit. Ich habe ihn für 20 Euro ersteigert, daher verzeihe ich ihm auch, dass auf seiner eigentlich total schönen Sitzfläche mit Sternenlochmuster ein Riss ist. So trägt er jetzt eben ein Sitzkissen von Greengate (überMary the Fairy).
Mein Schwein Günnfried pendelt mit mir zwischen den beiden Häusern. Schließlich ist er vor zwei Jahren auch die ganzen 2000 Kilometervon Flensburg nach Tirolmit mir geradelt und dann gleich hier geblieben. Ein Kellerfund ist seine kleine Sitzbank, die ich lila gestrichen habe.
Über meinen Schreibtisch habe ich ein Wandregal montiert. Es ist recht weit oben angebracht, so dass es keinen Platz wegnimmt und es bietet zusätzlichen Raum für Kleinkram. Die Schachtel mit dem türkisen Knopf passt zu den Klemmbrettern und ist ebenfalls von house doctor. Die kleinere Schachtel habe ich selbst beklebt. Sie nimmt das Muster der Schreibunterlage wieder auf. Sehr praktisch ist auch das blaue Buch "The art of cooking", ein Buchsafe von house doctor, in dem ich meine diversen Rezepte sammele.
Ebenfalls auf dem Regal haben diese vielen kleinen Vasen von M.s Mutter ihr neues Zuhause gefunden. Ich freue mich schon darauf, sie im Frühling mit einzelnen Blüten zu schmücken.
Hinter der Tür hängen drei dieser violetten Vogel-Haken von Nordal (über Das Tropenhaus). Momentan nutze ich sie eher als Deko, aber sicher werden sie auch mal Kleider und Taschen beherbergen.
Neben meinem Kleiderschrank im Keller fand ich dieses alte Nachtkästchen, das M.s Uroma gehörte und das sicher locker 100 Jahre alt ist. Ebenso wie das alte Gebetsbuch. Ich mag den Gedanken, dass es vielleicht schon früher auf genau diesem Schränkchen lag.
Das alte Glas stand in der Vitrine meiner "Schwiegermutter" und ist nun zum Bonbonglas umfunktioniert. Das Schränkchen sollte übrigens eigentlich violett werden, aber ich habe beim Mischen der Farbe danebengehauen. Irgendwie mag ich es aber so himmelblau und deshalb darf es erstmal so bleiben.
Das Fenster hat einen braunen Rahmen, was eher schwierig zu lösen war. Ich habe es daher komplett eingepackt: mit einem selbst genähten Raffrollo und den dazu passenden Vorhängen. Dazu habe ich alte Bettlaken mit Spitzenkanten benutzt, die heilen Stücke zusammengesetzt und die alten Spitzen über die Verbindungsnähte gesteppt. Darüber habe ich in einer zweiten Lage diese Gardine vonIkeaangebracht. Die war zum Glück viel zu lange, so hatte ich noch Reststücke fürs Rollo und die Vorhänge über, die ich zusätzlich appliziert habe.
Der kleine Vogel ist mir neulich in einer Galerie hier zugeflogen. Er wurde von einer Südtiroler Winzerin handgemacht und sitzt auf einer Weinrebe aus ihrem Weinstock.
Wisst ihr, wonach ich den ganzen Sommer lang süchtig war? Nach Ingwer-Minz-Tee mit Zitrone. Gleich am Morgen habe ich ein wenig Ingwer geschält und gehackt, einen Zweig Minze und den Saft einer halben Zitrone in meine Lieblingskanne gefüllt und das Ganze mit heißem Wasser aufgegossen. Etwas gesüßt. So frisch, so lecker, so gesund. Und was ist jetzt, wo der Sommer sich leise verabschiedet? Die wild wuchernde Minze im Garten hat es quasi hinter sich. Die seltsamen blauen Käfer, die sich schon länger auf ihr tummeln, haben ihr wohl den Rest gegeben. In meiner Fensterbank steht noch ein auch schon ganz schön abgeernteter Busch. Es ist wohl absehbar: Das Ende meiner Ingwer-Minz-Tee-Phase naht. Aber so leicht gebe ich nicht auf. Ich banne einfach etwas Minze in Flaschen und schlage dem Winter ein Schnäppchen. Das schreit nach Minzsirup, habe ich mir vorsorglich vor ein paar Wochen gedacht. Und gleichzeitig ein wenig gezittert, denn Sirup und Marmelade treiben mein geliebtes Sukrin erfahrungsgemäß schnell an seine Grenzen. Der Grund dafür: Erythritol löst sich viel schlechter als Zucker in Wasser. Wird die Lösung zu konzentriert, bilden sich Kristalle. Die sind zwar komplett harmlos, aber stören die Optik. Und das kann Miss Perfect natürlich nicht dulden. Wie gut, dass es in der Sukrin-Familie seit ein paar Monaten ein neues Mitglied gibt: das SukrinPluss. Das enthält zusätzlich einen Hauch von Stevia und ist daher doppelt so süß wie Zucker. So bekomme ich also das Beste aus beiden Welten: sehr viel Süße für Sirup, Marmelade, Baiser und andere schwierige Kandidaten, bei trotzdem vollem Zuckervolumen und ohne den bitteren Nachgeschmack von Stevia. Wer also immer noch mit Erythritol von Billiganbietern experimentiert, hat spätestens jetzt einen Grund, umzusteigen. Denn, tatarata: Der Minzsirup mit SukrinPluss ist eine wahre Schönheit geworden. Angenehm süß, ganz gut haltbar und ohne hässliche Kristalle. Ich bin begeistert. Und hier kommt für Euch das Rezept. Zutaten (für eine große Flasche): 1 Bund frische Minze ( bei mir waren es ca. 20 g) 120 g SukrinPluss 1/2 l Wasser Die Minze gründlich abspülen, trocken tupfen und die Blätter vorsichtig abzupfen und grob zerkleinern. Gebt das Grünzeug in einen Topf und übergießt es mit 1/2 l Wasser. Alles kurz aufkochen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Morgen gießt ihr den Sud durch ein feines Sieb. Die Minzeblätter gut ausdrücken, denn wir wollen kein bisschen Aroma verschenken. Den Minzesud wieder in den Topf geben und das SukrinPluss dazugeben. Alles zum Kochen bringen und ca. 5 Min. kochen lassen. Inzwischen solltet ihr eine Flasche mit kochendem Wasser sterilisieren. Sukrin konserviert nicht ganz so gut wie Zucker. Daher ist es wichtig, dass ihr sauber arbeitet. Den heißen Sirup in die vorbereitete Flasche füllen und kühl und dunkel aufbewahren. Geöffnet hielt sich der Sirup bei mir ca. 4 Wochen. Geschlossen sollte es noch etwas länger gehen. Reicht dann zwar nicht für den ganzen langen Winter, aber immerhin für eine respektable Verlängerung. Der Sirup ist nicht nur perfekt in meinem Ingwer-Tee. Mit Wasser aufgegossen und auf Eis hat er mir auch so manchen heißen Sommertag versüßt.